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Kobel tobt nach BVB-Pleite: Einsatz bis zum Schluss gefordert

Lukas Weber13. Juni 20263 Min Lesezeit

Nach der enttäuschenden Niederlage gegen den FC Bayern äußert Torwart Kobel seinen Frust und fordert von seinen Mitspielern mehr Einsatz bis zum Schluss.

Der BVB und die ständige Enttäuschung

Es ist nicht nur ein Spiel für die Anhänger des BVB. Es ist ein emotionales Auf und Ab, das sich in den letzten Jahren oft als Kuriosum der Bundesliga entpuppt hat. Nach der herben Niederlage gegen den FC Bayern, die sich wie ein weiterer Schlag ins Gesicht anfühlt, zeigt sich Torwart Gregor Kobel frustriert. Der Schweizer Torhüter ist offenbar nicht bereit, die wiederholten Misserfolge als Schicksal hinzunehmen und appelliert an seine Teamkollegen, den Einsatz bis zum Schluss hochzuhalten. Die Frage ist, ob diese Ansage wirklich das nötige Umdenken bei den Spielern bewirken wird oder ob es lediglich eine flüchtige Reaktion auf die unerfreuliche Realität ist.

Kobels Aufruf zur Konzentration und zum unermüdlichen Einsatz setzt einerseits ein Zeichen, dass nicht nur die Mannschaft, sondern auch die Vereinsführung und die Fans zusammenhalten müssen. Andererseits fällt auf, dass dieser Appell angesichts der wiederkehrenden Rückschläge eher klingt wie ein Werbeslogan für eine Motivationsveranstaltung als eine echte Lösung für die Probleme des BVB. Es ist ja gerade der Widerspruch, der es so ironisch macht: Warum soll man mehr Einsatz zeigen, wenn die Vertrauen in den Erfolg gegen die ganz großen Clubs wie Bayern so wankend ist?

Ein Kampf gegen den inneren Schweinehund

Der BVB hat ein Talent dafür, in entscheidenden Momenten die Nerven zu verlieren. Kobels Forderung nach mehr Einsatz bis zum Schluss könnte in diesem Licht betrachtet werden - als eine Art Kampf gegen den inneren Schweinehund, der die Spieler immer wieder im entscheidenden Moment ins Straucheln bringt. Schon häufig haben sie gezeigt, dass sie die Qualität haben, gegen die besten Teams der Liga zu bestehen, nur um dann in entscheidenden Phasen den Faden zu verlieren. Man könnte sagen, die Mannschaft hat mehr Drama als ein ganzes Theaterensemble.

Das ist der eigentliche Frust: Wenn die Spieler zu oft mit den eigenen Ansprüchen und den Erwartungen des Publikums kämpfen, verliert man nicht nur die Spiele, sondern auch das eigene Selbstvertrauen. Da stellt sich die Frage: Wie viel länger kann dieser Zustand andauern, ohne dass die Verantwortlichen reagieren? Kobel hat mit seinem Aufruf möglicherweise einen Stein ins Rollen gebracht, doch ob dieser Stein die Mauer des Unvermögens durchbrechen kann, bleibt abzuwarten.

In einer Liga, in der der Druck von Woche zu Woche steigt und die Konkurrenz um die Champions-League-Plätze härter und unbarmherziger wird, könnte man vermuten, dass eine solche Krisensituation in Dortmund nachhaltig spürbare Folgen haben könnte. Schwindendes Vertrauen könnte sich schnell in Frustration verwandeln, und die nächste Pleite würde nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Kopf stattfinden.

Man möchte fast sagen, es bleibt nur zu hoffen, dass Kobels Appell nicht in den Ohren verhallt wie das Murmeln des Publikums in einem halbleeren Stadion. Wenn man sich die jüngsten Entwicklungen im Team und die allgemeine Stimmungslage anschaut, könnte man das als das letzte Aufbäumen eines Verzweifelten interpretieren. Oder aber, es könnte der Anstoß zu einer tiefgreifenden Veränderung sein, die die Spieler und Fans gleichermaßen positiv überraschen könnte.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob der BVB bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen, die der Bundesliga allwöchentlich mit sich bringt. Oder wird das Team weiterhin in alten Mustern verharren, in denen der Frust des einen der Trost des anderen ist? Ein wenig mehr Einsatz, so Kobel, könnte dazu beitragen, die dunkelsten Stunden zu überstehen. Ob das allerdings mehr als ein leeres Versprechen bleibt, ist eine andere, vielschichtige Frage, die die Zeit beantworten wird.

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